38 Jahre später in Coimbra

Vor 38 Jahren kollidierte ich hier fast mit einem Moped. Ein Kühlschlauch meiner Rennmaschine (Renault R4 Baujahr 1972) platzte bei der Beinahekollision.

Insgeheim hatte ich gehofft den Ort wiederzuerkennen, aber entweder hat sich die Stadt so verändert oder mein Geist.

Man zwigt mir die Bibliothek der Universität. Ein Urschrein des Wissens. Heute UNESCO Weltkulturerbe.

Die Bücher stehen hier in Reih und Glied und ich habe nicht das Gefühl, dass sie noch gelesen werden. Schade eigentlich.

Ich erkenne nichts, aber ich kann ja auch kein Portugiesisch.

Außerdem darf man auch nichts rausnehmen aus den heiligen Regalen.

Das ganze Gebäude ist sehr ehrwürdig.

Wie auch der gesamte Campus der alten Universität.

Die Leute stehen Schlange, um sich die alten Schinken anzusehen.

Auch in der Kapelle steht man mit offenem Mund.

Azulejos und goldener Barock – eine wunderschöne Melange.

Die Kugel symbolisiert die Welt, sagt eine hochgebildete Führerin einem japanischen Gast. Der nickt, ich staune. Welche Kugel?

Aber egal, ich illustriere einstweilen Tiegenschärfe.

Apropos alte Schinken: Diese sehen ja ganz lecker aus.

Draußen scheint wieder die Sonne zu scheinen, wie mir scheint.

Wahnsinn! So eine Tür möchte ich auch.

Schnell noch in die Vorlesung huschen.

In diesem Gebäude finden die Verteidigungen der Thesen statt. Die Doktorprüfungen.

Diese zwei jungen Leute wünschen sich ein Foto von mir, sagen aber nicht wohin ich es schicken soll. Vielleicht finden sie es ja zufällig.

Hier möchte ich auch studieren. Anthropologie?

Unten wartet die Stadt.

Oben regnet es gerade wieder. Richtiges Aprilwetter heute.

Die Turmglocke heißt „cabra“, also „Ziege“. Sie informiert die Studenten über das Ende der Vorlesungen.

Und genau betrachtet hat der Glockenturm auch ein stattliches Fundament.

Diesen Spruch finden wir jetzt echt beschissen.

Ok. Ok. Ich wende mich also der Rückseite zu.

Irgendwo dort unten habe ich zu Mittag gespeist, was sehr lecker war.

Doch nun kommt mir die erschwerte Aufgabe zu, mein Auto wieder zu finden.

Irgendwo in dieser Richtung müsste es stehen.

Blöd halt, dass ich weder Farbe noch Marke des Mietwagens erinnere.

Ach dort hinten steht er, am Ende des Regenbogens.

Übrigens ein hübscher Ausblick.

Ein bisschen wie gemalt.

Man möchte zum Modellbauer werden, Eisenbahnschienen verlegen.

Ach! Das wird Silke freuen.

Oder stand der Wagen auf dieser Seite der Welt???

Ich werde ihn schon finden. Ich erinnere mich an den Weg.

Dieses hübsche Gebäude zwischen den Bäumen ist ein Hochsicherheitsgefängnis.

Inzwischen habe ich mein Auto erreicht.

Ich fahre nach Matosinhos, um zu Abend zu essen. Daraus wird aber nichts, weil ich mich eilends zuhause einschiffen muss.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s