Mit Berenkräften Bärge versetzen

Also wenn ich schon an Mainz vorbeifahre, dann statte ich den Mainzelmännchen doch wenigstens einen Besuch ab.

Hupps – ich habe mich verfahren und bin dabei auf eine Presse aus Eisen gestossen. Aber davon ein andermal.

Nun also Mainz, wobei ich den Mainzer Baustil noch nicht so recht erkenne. Ist es der Wilde Mann?

Fest steht, dass man überall Fußbänder sieht, die eigentlich seltener sind als die Kopfbänder. Wobei ich die Strebe noch nicht recht vom Fußband unterscheiden kann. Seufz.

Gott sei Dank gibt es hier auch Schorle to go (Schorle zum Davonlaufen). Ich gehe also …

Und zwar in den Dom.

Eine ältere Dame sagt zu mir: „Es ist eine Hochzeit!“ Ich entschuldige micch und will umdrehen. Sie staunt mich an und meint: Das war ein Witz! Sie dürfen schon rein.

So begegne ich also Adolf II von Nassau.  Irgendwie ein ziemlich unschöner Herrscher. Kein Wunder, dass die Zimmerleute in dieser Epoche lieber in Neudenau ein Haus bauten.

Der Dom ist jedenfalls gewaltig. Und sehr schlicht.

Draußen also dann die Hochzeit. Der Wagen wartet schon.

Ich eule noch durch ein paar Gassen.

Und verzehre eine Currywurst mit nacckigen Pommes beim humorvollen Afrikaner.

Dann brause ich nach Hause und bin gespannt auf das Fachwerk.

Zuvor noch einen Salat, mit einem winzigkleinen Èntre Côte.

 

Aber erstmal wird geschlafen.

Und zwar im Dunkeln.

Früh am Morgen dann ein Wurstbrot mit Kaffee.

Dann kommt schon die Tonne.

Das bisschen Holz da soll rein.

Wobei icch drunter rein von eine Schwalbe aus dem Dachboden fische.

Und nein, ich habe sie nicht zerdrückt.

Sondern da fliegt sie davon.

Ich bin doch kein Schwalbenmörder.

Höchstens ein Hochstapler.

Wobei diese Ehre Ali gebührt, der mir dies Häuflein vor die Tür gemacht hat.

Ich bin mehr der Wilde Mann fürs Grobe. Hier mein Tagwerk, die Tonne ist voll.

Ob ich den Schrank schon aufgestellt habe?

Und ob die Presse schon Druck erzeugt?

Mir Wurscht. Ich esse Nudeln mit Sauce.

Dann betrachte ich das Haus und plötzlich wird mir klar, was das Besondere ist: Es kommt völlig ohne Kopfbänder aus! Nicht mal ganz kleine, wie nebenan und gegenüber beim Lamm. Gar keine! Kein einziges!

 

 

 

 

 

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3 Kommentare zu “Mit Berenkräften Bärge versetzen”

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